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Volkswagen
Golf GTI W12-650
Golf GTI W12-650: Showcar sprintet in 3,7
s auf 100 km/h. |
Volkswagen Golf GTI W12-650
Etwas Einzigartiges wagen, Konventionen hinter sich
lassen und Leidenschaft wecken – das sind
seit jeher die Wurzeln der GTI-Idee. Bis heute schlugen
sie mehr als 1,67 Millionen Autofahrer in ihren
Bann. Einen GTI zu fahren gilt als Statement; weltweit.
Alljährlich feiern ihn seine größten
Fans im österreichischen Bundesland Kärnten
am Wörthersee. Tausende kommen. Fünf Tage
Karneval im Mai. Volkswagen hat für diese Veranstaltung
einen Golf auf die Räder gestellt, wie es noch
keinen gab: das Showcar GTI W12-650. Der Sportwagen
ist eine Verneigung vor den GTI-Freunden, jenen
Menschen, durch die der GTI zum Mythos wurde. Für
sie wurde er konzipiert, vor ihnen feiert er seine
Weltpremiere.
Das Showcar Golf GTI W12-650: Nie war ein Golf stärker,
nie breiter, nie schneller. Es scheint, als käme
der GTI W12-650 direkt von der Rennstrecke. Sein
Name ist Programm: W12-Zylinder, 650 PS (477 kW
bei 6.000 U/min). Ein Showcar, nicht mehr, nicht
weniger. Gleichwohl zeigt es, welch enormes Potential
dieses Auto bietet. Sein 6,0-Liter-Biturbo-Motor
befindet sich direkt hinter Fahrer und Beifahrer.
Der GTI wandelt sich so zum Mittelmotorsportwagen.
Ein Sechsgang-Automatik getriebe schnalzt die Kraft
von maximal 750 Newtonmetern (bei 4.500 U/min) an
die Hinterachse. Sie katapultiert den GTI in 3,7
Sekunden auf 100 km/h. Wer auf dem Gaspedal bleibt,
den trägt der Biturbo weit über die 300-km/h-Grenze
hinaus. Erst bei 325 km/h verharrt die Tachonadel.
Unter der 1,88 Meter breiten und 1,42 Meter flachen
Karosserie des GTI W12-650 wurden Technologien vereint,
wie es sie in dieser Kombination kein zweites Mal
gibt. Jedes Bauteil stammt aus dem Konzern. Direkt
von einem Supersportwagen adaptiert wurden etwa
die Fahrwerkskomponen ten. Vorne stecken an den
Achsen 235er 19-Zoll-Reifen, hinten sind es gar
295er Pneus. Schon eine Design-Ikone: die GTI-Felge
„Detroit“.
Die Achsen wurden 70 Millimeter weiter in die Karosserie
„geschoben“; die Ausschnitte der Radhäuser
und die Radläufe werden so wie bei einem Coupé
zu Bestandteilen der Schulterpartie. Klaus Bischoff,
Leiter des Volkswagen Designs: „Hinten ist
das Showcar auf jeder Seite um 80 Millimeter breiter.
Die Karosserie des GTI steckt das aber locker weg.“
Trotz der dramatischen technischen Änderungen
sollte der GTI ganz klar ein klassischer GTI bleiben.
„Unsere größte Herausforderung“,
so Klaus Bischoff, „war es, den Mittelmotor
mit ausreichend Luft zu versorgen, ohne dabei die
Silhouette des GTI zu verwässern. Zudem musste
bei einem derart schnellen Wagen für ausreichend
Abtrieb an der Hinter achse gesorgt werden.“
Kurzerhand wurden in Sachen Motorbelüftung
die C-Säulen „freischwebend“ ausgelegt;
die hinteren Seitenscheiben laufen derweil nach
innen. So entstanden zwischen den Scheiben und den
C-Säulen links und rechts zwei Kanäle,
durch die Luft zum Motor strömt. Den Rest holen
sich der W12 vorn durch den riesigen Kühler
und hier an geschlossene Kanäle sowie seitlich
über die Lufteinlässe der Schweller.
Innovativer Karosseriebau verhindert auch, dass
die Linien des GTI W12-650 durch einen Dachflügel
ruiniert werden. Klaus Bischoff: „Dieser GTI
trägt den Flügel nach innen. Das Dach
ist Teil eines riesigen Diffusors, der für
ausreichend Abtrieb an der Hinterachse sorgt.“
Zwei verchromte Doppelendrohre rahmen den Luftauslass
im Heck ein. Im Frontbereich erinnert derweil der
auffallend geradlinige Grill zwischen den Scheinwerfern
mit seiner roten Einfassung an den GTI der ersten
Stunde.
Im Interieur würde sich jeder GTI-Fahrer auf
Anhieb zurecht finden. Neu gestaltet wurden die
Leder-Alcantara-Bezüge der Motorsport-Schalen
sitze. Drei runde Zusatzinstrumente auf dem mittleren
Bereich der Armaturen erinnern ebenfalls an den
Ur-GTI. Aus dem Rennsport über nommen wurden
die transparenten „Flip-up-Schalterabdeckungen“
für Zentralfunktionen wie das abschaltbare
ESP. Aus Gewichtsgründen komplett „gestrippt“
wurden die Türverkleidungen; hier kommen Gitter
zum Einsatz, die Einblicke in das Innenleben der
Türmechanik gewähren. |
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