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Volkswagen Studie E-Up!   Volkswagen Studie E-Up!

Weltpremiere: Volkswagen präsentiert Cityspezialist mit Elektromotor.

Volkswagen Studie E-Up!

Volkswagen präsentiert auf der 63. Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) mit einer wegweisenden Flotte neuer, nachhaltiger Automobile ein Update der Zukunft. Das Spektrum der IAA-Premieren reicht dabei von den weltweit sparsamsten Serien-Pkw (BlueMotion) über die Hybrid-Technologie bis hin zu einem komplett neu entwickelten Elektro-Fahrzeug – dem in Frankfurt als Weltpremiere vorgestellten E-Up!.

Gemeinsam sortieren diese Volkswagen die Daten auf dem Zeitstrahl zwischen Gegenwart und Zukunft neu. „Einer der elementaren Fixpunkte auf diesem Zeitstrahl", so Prof. Dr. Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, „ist das Elektroauto der Großserie. Doch solch ein Elektroauto muss für weite Kreise bezahlbar und kompromisslos alltagstauglich sein, um durchschlagend erfolgreich zu sein. Erst dann, mit hohen Stückzahlen, möglichst auf allen Kontinenten, kann wirklich vom Beginn des automobilen Elektro-Zeitalters und einer spürbaren Umweltentlastung gesprochen werden."

Der Konzernchef weiter: „Bis die Produktionszahlen eines reinen Elektroautos allerdings die Erfolgskurve eines Polo schneiden, werden die Kalender mindestens das Jahr 2020 zeigen. Deshalb sind unsere hocheffizienten TDI- und TSI-Motoren die wichtigsten Fixpunkte der Gegenwart. Sie werden noch Jahrzehnte dominant bleiben. Und nur sie erlauben uns Schritt für Schritt den Brückenschlag in die Zukunft. Bis auf weiteres unschlagbar auf mittleren und langen Distanzen, werden Autos mit reinen Otto- und Dieselmotoren aber in den kommenden Jahren vor allem in der City durch Autos wie den E-Up! ergänzt werden. Und das wird ab 2013 der Fall sein. Die jetzt in Frankfurt präsentierte Studie zeigt sehr realitätsnah, wie wir uns technisch, optisch und im Hinblick auf eine sinnvolle Größe einen solchen Volkswagen mit reinem E-Antrieb vorstellen."

Die unter der Leitung von Dr. Ulrich Hackenberg, Volkswagen Markenvorstand für den Geschäftsbereich Entwicklung, konzipierte Zero-Emission-Studie basiert auf Modulen der für das Jahr 2011 erwarteten New Small Family, ist mit einer Länge von 3,19 Metern aber nochmals kompakter. Sie bietet zudem ein innovatives 3+1-Sitzkonzept. Die kraftvoll und klar gezeichnete Karosserie des E-Up! folgt gestalterisch par excellence der neuen Volkswagen Design-DNA und zeigt dabei Kult-Potential. Denn schon lange hat kein Ultrakompakter mehr – der eben nicht auf Retro setzt sondern neue Wege aufzeigt – derart sympathische, zeit-, klassenlose und dynamische Qualitäten an den Tag gelegt. Innen überrascht der kleinste Volkswagen aller Zeiten zudem mit einer beeindruckenden Raumausnutzung.

Angetrieben wird der 135 km/h schnelle 3+1-Sitzer von einem Elektromotor mit einer Spitzenleistung von 60 kW (Dauerleistung: 40 kW). Aus dem Stand heraus entwickelt der vorn eingebaute Motor des Fronttrieblers ein maximales Drehmoment von 210 Newtonmetern. Den Vor- oder Rückwärtsgäng aktiviert der Fahrer per Drehknopf in der Mittelkonsole. Der E-Up! wird ganz eindeutig Fahrspaß bieten; das zeigt ein Blick auf den klassischen 0-auf-100-km/h-Sprint: 11,3 Sekunden. Noch mehr Agilität entwickelt der E-Up! beim innerstädtischen Zwischenspurt von 0 auf 50 km/h: 3,5 Sekunden. Diese Dynamik ist einerseits auf die hervorragende Drehmomentcharakteristik des Elektromotors, andererseits auf das niedrige Gesamtgewicht des E-Up! von nur 1.085 Kilogramm zurückzuführen.

Lithium-Ionen-Batterie: Das niedrige Gewicht ist umso bemerkenswerter, weil hiervon 240 Kilo auf die Lithium-Ionen-Batterie entfallen. Mit der realisierten Batteriekapazität von 18 Kilowattstunden (kWh) können je nach Fahrweise Distanzen von bis zu 130 Kilometern zurückgelegt werden – genug also für die City und die Fahrten der meisten Pendler. „Betankt" wird der E-Up! zuhause in der Garage, im Parkhaus oder unterwegs an einer der künftigen City-Stromsäulen, die via Chipkarte freigeschaltet werden. In Abhängigkeit von der vorhandenen Ladeinfrastruktur und dem aktuellen Ladezustand kann die Speicherbatterie in gut einer Stunde auf bis zu 80 Prozent ihrer Gesamtkapazität nachgeladen werden.

Sollen die Batterien, etwa in der heimischen Garage, über das 230-Volt-Hausnetz geladen werden, dauert das maximal fünf Stunden. In der Regel wird das über Nacht zu den dann besonders günstigen Schwachlast-Stromtarifen passieren. So betankt, fährt der E-Up! für nur zwei Euro Stromkosten 100 Kilometer weit (ca. 14 Cent / kWh).

Die Batterien selbst befinden sich im Unterboden des E-Up!. Um das Gewicht des Batteriesystems optimal zu verteilen, gibt es eine spezielle, crashgeschützte Wanne in der Bodengruppe, die die Zellen aufnimmt. Für einen konstanten Wärmehaushalt innerhalb der Batterie sorgt eine Luftkühlung. Die hierfür benötigten Lüfter und Wärmetauscher wurden im vorderen Bereich des Unterbodens untergebracht.

Integralantrieb: Alle wesentlichen Antriebs- und Nebenaggregate haben die Teams der Konzept- (Leitung Ralf-Gerhard Willner) und Aggregate-Entwicklung (Leitung Dr. Jens Hadler) vorn im Motorraum integriert. Ein elementarer Beitrag zur Gewichtssenkung und Reduzierung des Bauraumbedarfs für die Antriebseinheit wird durch eine integrierte Form des elektrischen Antriebes geleistet. Hintergrund: Im sogenannten Integralantrieb werden in kompakter Form alle für den Triebstrang wichtigen Komponenten vereint. Hierbei bildet der Elektromotor zusammen mit dem Getriebe und dem Differential das Herzstück dieses Antriebs. Die Energieversorgung erfolgt über einen Hochleistungs-Pulswechselrichter, der zusammen mit dem 12-Volt-Bordnetz-DC/DC-Wandler und dem Ladegerät zum kompakten Integralantrieb zusammengefasst ist. Mit einem Gewicht von nur 140 Kilogramm ist der Integralantrieb zudem sehr leicht. Die Vorteile zusammengefasst: geringer Bauraum bei bestem Akustikkomfort, hohe Drehmoment- und Leistungsentfaltung sowie eine starke Fahrperformance in der City. Das System wird deshalb den Anforderungen an einen innovativen Elektroantrieb in geradezu idealer Weise gerecht.

Foto: Volkswagen Studie E-Up!

 
 
 
 
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