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Toyota
NAIAS 2010
Weltdebüt des kompakten Hybridfahrzeugs
FT-CH in Detroit. |
Toyota NAIAS 2010
Auf der North American Auto Show (NAIAS) in Detroit
(11. bis 24. Januar 2010) enthüllt Toyota
neue Konzeptfahrzeuge mit alternativen Antrieben.
Mit der als Weltpremiere gezeigten Hybridstudie
FT-CH leitet das japanische Unternehmen eine neue
Phase seiner Hybridstrategie ein. Zunächst
baut der Hersteller das Angebot an Fahrzeugen
mit Hybridantrieben aus. Ab dem Modelljahr 2012
folgen Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge (PHV) und reine
Elektrofahrzeuge (BEV = Battery Electric Vehicle).
Ab 2015 werden Brennstoffzellen-Fahrzeuge (FCHV
= Fuel Cell Hybrid Vehicle) auf den Weltmärkten
eingeführt.
"Innerhalb der nächsten zehn bis 20
Jahre erreichen wir nicht nur das globale Ölfördermaximum,
auch die Nachfrage nach Flüssigbrennstoffen
wird die Versorgungskapazitäten übertreffen",
prognostiziert Jim Lentz, Präsident von Toyota
Motors Sales USA. "Ein Jahrhundert nach der
Erfindung des Automobils liegt es nun an uns,
die Mobilität neu zu erfinden - mit Antrieben,
die den Verbrauch von fossilen Brennstoffen massiv
senken oder sogar vollkommen unnötig machen.
Eine von zahlreichen Alternativen ist gemeinhin
als Elektrifizierung des Automobils bekannt. Das
einzige erfolgreiche Beispiel dafür sind
bis heute Benzin-Elektro-Hybridfahrzeuge."
Die Abkürzung "CH" im Namen der
jetzt vorgestellten Studie steht für "Compact
Hybrid". Der FT-CH wurde als Hybridfahrzeug
für das Kompaktsegment entwickelt und wird
von Toyota unterhalb des Erfolgsmodells Prius
angesiedelt. Mit geringeren Abmessungen und hoher
Funktionalität ist das Fahrzeug auf den städtischen
Verkehr zugeschnitten. "Es ist das Fahrzeug,
auf das Toyota Kunden und Händler gewartet
haben", so Lentz.
Gestaltet wurde der FT-CH vom europäischen
Toyota Designzentrum ED2 bei Nizza. Um seiner
designierten Aufgabe als wendiges Stadtauto gerecht
zu werden, ist das nach amerikanischem Verständnis
als Kompaktwagen positionierte Hybridmodell 56
Zentimeter kürzer als der Prius, dabei aber
fast genauso breit. Trotz der geringen Fahrzeuglänge
bietet der FT-CH neben einem geschmackvoll gestalteten
Interieur erstaunliche Geräumigkeit und maximalen
Insassenkomfort. Bei der Konzeption des FT-CH
orientierten sich die ED2-Designer an der impulsiven
und lebhaften Gestaltungskraft der sogenannten
Generation "8-Bit". Sie soll einen besonderen
Reiz auf jüngere Autofahrer ausüben.
Dank seiner kompakten Leichtbauweise, durch die
der FT-CH noch sparsamer im Verbrauch ist als
ein Prius, bietet er dieser etwas preissensibleren
Zielgruppe eine interessante Alternative. Als
Wegbereiter für umweltschonende Antriebstechnologien
besitzt der Prius weltweit eine Ausnahmestellung
unter den Hybridmodellen.
Toyota plant, den Hybridfahrzeug-Absatz noch in
den ersten Jahren dieses Jahrzehnts auf eine Million
Einheiten pro Jahr auszubauen. Der Schwerpunkt
liegt dabei auf Nordamerika. Dafür wird das
japanische Unternehmen in den nächsten Jahren
insgesamt acht neue Hybridfahrzeuge auf den Markt
bringen. Dazu zählen sowohl vollkommen neue
Modelle als auch Hybridvarianten bereits existierender
Modelle.
Die Batterie ist das Herz der Hybridtechnik. Seit
den frühen Entwicklungsphasen der ersten
Prius-Generation Anfang der 1990er Jahre entwickelt
Toyota fortschrittliche Nickel-Metallhydrid-Batterien
im eigenen Hause. Über nunmehr drei Prius-Generationen
und insgesamt sieben Vollhybridmodelle hinweg
hat Toyota systematisch Größe, Gewicht
und Kosten der Akkus reduziert und gleichzeitig
Energiedichte, Qualität und Zuverlässigkeit
gesteigert. Bei der Weiterentwicklung der Hybridtechnologie
kommt der Joint-Venture-Partnerschaft mit Panasonic
eine Schlüsselrolle zu. Panasonic EV Energy
(PEVE) wird im Laufe dieses Jahres über drei
verschiedene Fertigungseinrichtungen mit einer
Gesamtkapazität von über einer Million
Einheiten pro Jahr verfügen.
Foto: Toyota Hybridfahrzeug FT-CH
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