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Renault
Nissan Allianz
Renault-Nissan Allianz will Effizienz weiter
steigern. |
Renault Nissan Allianz
„Während der vergangenen zehn Jahre
nutzten wir die Renault-Nissan Allianz, um Synergien
für beide Seiten zu entwickeln. Dieser Ansatz
erwies sich als richtig, solange die Zeichen für
beide Unternehmen auf Rentabilität und Wachstum
standen”, bilanziert Carlos Ghosn, Vorstandsvorsitzender
und Chief Executive Officer von Renault und Nissan,
zum zehnjährigen Bestehen des globalen Bündnisses.
„Heute müssen wir schneller voranschreiten.
Die Suche nach Synergien ist nicht länger
eine Option, sondern eine Pflicht. Wir haben deshalb
eine Expertengruppe damit beauftragt, noch weitergehende
Synergieeffekte zu ermitteln, damit wir sicher
durch die Krise kommen und uns für die Zukunft
noch wettbewerbsfähiger positionieren.”
Die 1999 gegründete Renault-Nissan Allianz
brachte bislang beträchtliche Vorteile für
beide Unternehmen. Hierzu gehören gemeinsam
konzipierte Motoren, Plattformen und Technologien,
standardisierte Produktionsmethoden, erweiterte
Produktpaletten und die größere globale
Präsenz beider Partner. Der gemeinsame Fahrzeugabsatz
wuchs von 4,9 Millionen Fahrzeugen im Jahr 1999
auf 6,9 Millionen Einheiten in 2008 (inklusive
AvtoVAZ). Dies macht die Renault-Nissan Allianz
zur weltweit drittgrößten Automobilgruppe.
Vor dem Hintergrund der Wirtschafts- und Finanzkrise
werden die beiden Unternehmen ihre Zusammenarbeit
intensivieren. Für 2009 haben sich die Allianzpartner
das Ziel gesetzt, durch weitere Synergieeffekte
1,5 Milliarden Euro zu sparen. Die Summe teilt
sich wie folgt auf:
363 Millionen Euro entfallen auf Fertigung und
Logistik. Die Allianzpartner werden ihre Fertigungsanlagen
weiter gemeinsam nutzen, um bestehende Kapazitäten
optimal auszuschöpfen. So wird das Renault
Werk in Brasilien zwei zusätzliche Nissan
Modelle produzieren, während im Gegenzug
das Nissan Werk in Südafrika zwei weitere
Renault Fahrzeuge bauen wird. Ende 2009 werden
insgesamt elf Modelle durch Crossover-Produktion
beim jeweils anderen Partner hergestellt. Weitere
Einsparungen werden durch die gemeinsame Nutzung
zusätzlicher CKD-Montagezentren und einen
standardisierten Logistikfluss erzielt.
289 Millionen Euro ergeben sich im Bereich Antriebsstrang.
Die Allianzpartner werden die Zusammenarbeit durch
den Austausch von Motoren und die gemeinschaftliche
Nutzung ganzer Motorenfamilien vertiefen. So entwickelt
Renault beispielsweise Turbo-Benzinmotoren auf
der Basis von Nissan-Triebwerken. Beide Unternehmen
sparen auf diese Weise erheblich bei den Entwicklungs-
und Fertigungskosten sowie im Einkauf. Aktuell
teilen Renault und Nissan bereits rund 50 Prozent
ihrer Antriebskomponenten.
279 Millionen Euro lassen sich in der Fahrzeugentwicklung
einsparen. Bereits heute bauen rund 70 Prozent
aller gefertigten Fahrzeuge auf gemeinsamen Plattformen
auf. Aktuell arbeiten Renault und Nissan an einer
gemeinsamen Technikbasis für ein Projekt
in Indien. Auch durch die Nutzung von Gleichteilen
erzielen beide Partner Einsparungen. So kommt
eine Kernkomponente des Klimatisierungssystems
in 24 verschiedenen Karosserievarianten auf Basis
der B- und C-Plattform zum Einsatz.
157 Millionen Euro lassen sich im Einkauf erzielen.
Seit April 2009 wickelt die Renault-Nissan Purchasing
Organization 100 Prozent des gesamten Einkaufs
ab. Neben Komponenten und Rohmaterialien umfasst
dies auch den Einkauf von Dienstleistungen.
147 Millionen Euro entfallen auf Verkauf und Marketing.
So wickelt zum Beispiel eine einzige Firma den
Ankauf von Schaltungen in Medien für Renault
und Nissan ab.
115 Millionen Euro betragen die Synergieeffekte
im Bereich strategische Forschung und Zukunftstechnologien
durch verbesserte Koordination, Vermeidung von
Parallelentwicklungen und optimierte Zuteilung
von Ressourcen. So werden etwa die Elektroautos
von Renault und Nissan mit gemeinsam entwickelten
Batterien ausgerüstet. Das 2008 präsentierte
Renault Brennstoffzellen-Fahrzeug nutzt Technologie
von Nissan.
102 Millionen Euro lassen sich im Geschäftsbereich
leichte Nutzfahrzeuge einsparen. Beispielsweise
einigten sich beide Partner vor kurzem darauf,
in Europa künftig nur noch eine Plattform
zu nutzen, auf der zwei verschiedene Transporter
aufbauen werden.
48 Millionen Euro an Synergieeffekten lassen sich
im Bereich Informationstechnologien erzielen,
unter anderem durch ein gemeinsames Datennetzwerk.
Durch die Allianz verfügen Renault und Nissan
heute über einen einzigartigen Wettbewerbsvorteil.
Um die Erfahrungen weiter zu nutzen, die die Renault-Nissan
Allianz in 10 Jahren gemeinsamer Arbeit gewonnen
hat, wurde jetzt ein spezielles Team zusammengerufen.
Das Team aus fünf Renault Mitarbeitern und
sechs Nissan Beschäftigten wird ab 1. Juni
weitere Synergien zwischen beiden Allianzpartnern
identifizieren. Dabei kommt ihm das interkulturelle
Know-how zugute. Schwerpunkte der Arbeit sind
die Bereiche Einkauf, gemeinsame Plattformen und
Teile, Antriebsstrang, Logistik, Informationstechnologie,
Forschung und Zukunftstechnologie sowie emissionsfreie
Fahrzeuge.
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