120 Jahre Fahrzeuge von Peugeot: Die automobile
Löwen-Historie startete mit Dampf.
120 Jahre Peugeot
Vor 120 Jahren baute Armand Peugeot (1849-1915)
das erste Auto der Löwenmarke und bereitete
damit den Weg des Unternehmens zum Automobilhersteller.
Der Gründer von Automobiles Peugeot war zuvor
bereits mit der Produktion von Fahrrädern
erfolgreich. Bei dem ersten Peugeot von 1889 handelte
es sich um ein dreirädriges Fahrzeug, das
von einem Dampfmotor angetrieben wurde. Dieses
Aggregat wurde von Léon Serpollet gebaut,
der einen kompakten Röhrenkessel mit Sofortverdampfer
entwickelt hatte. Der Überlieferung nach
geht auch der erste Führerschein für
Paris auf den ersten Peugeot zurück –
Serpollet benötigte diese Lizenz, um das
Fahrzeug in der französischen Hauptstadt
zu bewegen.
Insgesamt entstanden vier Exemplare des ersten
Peugeot-Modells, doch Armand Peugeot war mit der
Art des Antriebs nicht zufrieden. Er hielt den
Verbrennungsmotor für eine bessere und zukunftsträchtigere
Alternative. Schon im März 1890 baute Peugeot
das erste Auto mit Benzinmotor: Im Heck dieses
Dreirads arbeitete ein von Daimler entwickelter
Zweizylindermotor, den Peugeot nach einer Lizenzvereinbarung
mit Daimler nutzen durfte. Der erste mit einem
eigenen, selbst konstruierten Verbrennungsmotor
ausgestattete Peugeot war der Typ 14 (1897).
"L’Exposition Interdite" im Peugeot-Museum
bis zum 28. Juni 2009
Mit einem speziellen Kapitel der Peugeot-Geschichte
beschäftigt sich aktuell eine Sonderausstellung
im Peugeot-Museum in Sochaux. Unter dem Motto
"L’Exposition Interdite" ("Die
verbotene Ausstellung") werden zahlreiche
Prototypen aus der Peugeot-Historie präsentiert.
Dazu gehört unter anderem eine 1981 für
den Rallyesport konzipierte Version des Peugeot
305 mit V-Sechszylindermotor. Außerdem sind
zahlreiche Zeichnungen, Fotos und Modelle aus
den Jahren von 1933 bis 1996 zu sehen. Bis zum
28. Juli können die Exponate täglich
von 10 bis 18 Uhr bestaunt werden. Der Eintritt
für Erwachsene kostet 7 Euro, 10- bis 18-jährige
zahlen 3,50 Euro.