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Opel
Ampera Testbetrieb
Elektrische Maultiere: Opel Ampera im Testbetrieb. |
Opel Ampera Testbetrieb
Besucher der IAA in Frankfurt haben noch bis zum
27. September Gelegenheit, den Opel Ampera unter
die Lupe zu nehmen. Der Automobilhersteller präsentiert
das neuartige, alltagstaugliche Elektroauto für
die ganze Familie auf seinem Stand in Halle 8. Erst
vor wenigen Wochen hat Opel im Testzentrum Dudenhofen
mit der praktischen Erprobung des Elektroautos mit
verlängerter Reichweite begonnen. Die Entwickler
bereiten den Marktstart des viersitzigen Ampera
bis Ende 2011 vor.
Die Opel-Ingenieure haben die Technikkomponenten
des Voltec-Elektroantriebs – Batterie, Motor
sowie Onboard-Stromgenerator – in zwei gewöhnliche
Serienautos implantiert. Solche Erprobungsfahrzeuge,
die dem Test wichtiger Fahrzeugkomponenten im frühen
Entwicklungsstadium dienen, werden wegen des Mix
aus zwei Arten auch als „Mules“ (englisch
für Maultiere) bezeichnet. In Rüsselsheim
werden insbesondere die Leistungsfähigkeit
des Voltec-Systems sowie das allgemeine Fahrgefühl
geprüft und weiterentwickelt. Opel-Ingenieure
in Mainz-Kastel arbeiten parallel an der Lithium-Ionen-Batterie.
„Die Opel Ampera Entwicklungsfahrzeuge zeigen
uns, dass vollwertige, alltagstaugliche Familienautos
mit Elektroantrieb keine ferne Theorie mehr sind,
sondern bereits 2011 zur Realität werden“,
betont Ampera-Entwicklungschef Frank Weber.
Die Ampera-Entwicklung am realen Fahrzeug gliedert
sich in drei Phasen. Zunächst wird in Mules
das Verhalten einzelner Komponenten oder Subsysteme
sowie deren Zusammenspiel erprobt. Dann bauen die
Ingenieure Autos auf, in denen alle Komponenten
integriert sind. Obwohl sie noch viele handgefertigte
Teile enthalten, weisen sie schon Ähnlichkeit
mit dem späteren Serienfahrzeug auf. In der
finalen Phase haben die Fahrzeuge schon nahezu Serien-Optik
und –Funktionalität. Mit dieser letzten
Testauto-Generation vor der Serienproduktion erhält
das neue Modell unter anderem im Windkanal den letzten
Aerodynamik-Schliff.
Der Ampera, ein Fünftürer mir vier vollwertigen
Sitzen, nutzt die neuartige Elektroauto-Technologie
Voltec, die sich grundlegend von anderen modernen
Systemen, wie dem Hybridantrieb, unterscheidet.
Voltec fährt mit elektrischem Strom als primäre
Energiequelle. Die Räder werden zu jeder Zeit
und bei jeder Geschwindigkeit elektrisch angetrieben.
Strecken bis 60 Kilometer (nach MVEG) legt das Fahrzeug
rein elektrisch mit der Energie zurück, die
in einer 16 kWh fassenden Lithium-Ionen-Batterie
gespeichert ist. Damit fährt der Ampera völlig
frei von CO2- und anderen schädlichen Emissionen.
Das Elektromobil eignet sich ideal für die
täglichen Fahrgewohnheiten der meisten europäischen
Kunden. So sind beispielsweise 80 Prozent der deutschen
Fahrer weniger als 50 Kilometer pro Tag unterwegs.
Anders als bei einem herkömmlichen batteriebetriebenen
Elektroauto braucht der Ampera-Fahrer keine Angst
vor dem Liegenbleiben mit leerer Batterie zu haben.
Ein kleiner mit Benzin oder Bioethanol (E85) betriebener
Generator springt als sekundäre Kraftquelle
an, wenn die Batterieladung zur Neige geht, um den
Betrieb des Ampera ohne Unterbrechung auch über
längere Strecken bis zu 500 Kilometern sicherzustellen.
Am Reiseziel kann dann die Batterie über das
bordeigene Ladesystem an einer normalen 230-Volt-Steckdose
wieder aufgeladen werden.
„Unser fortschrittliches Lithium-Ionen-Batteriesystem
macht es möglich, den Ampera in anspruchsvolle
Kundenhände zu geben“, erklärt Opel-Chef
Hans Demant. „Die Ingenieure in unserem Forschungs-
und Entwicklungszentrum in Mainz-Kastel testen die
Batterien rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr um
sicherzustellen, dass der Ampera die Erwartungen
unserer Kunden erfüllt.“
Die mehr als 220 Lithium-Ionen-Zellen des T-förmigen
Blocks sorgen für satte Leistung. Der äußerst
geräuscharme Elektroantrieb liefert 370 Newtonmeter
Drehmoment ab Stillstand, das entspricht 111 kW/150
PS. Er beschleunigt den Ampera in rund neun Sekunden
von 0 auf 100 km/h und ist auf eine Höchstgeschwindigkeit
von 161 km/h ausgelegt.
Nach Opel-Schätzungen kostet ein elektrisch
gefahrener Kilometer im Ampera bei den aktuellen
Kraftstoffpreisen nur rund ein Fünftel im Vergleich
zur Fahrt in einem konventionellen Benziner.
Der Ampera kann an jeder normalen 230-Volt-Steckdose
aufgeladen werden. Daneben forscht GM Europe gemeinsam
mit Energieversorgern, wie zum Beispiel der spanischen
Iberdrola, an Konzepten für eine Infrastruktur
zum Aufladen von Elektroautos.
Foto: Opel Ampera, © GM Corp. |
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