 |
|
 |
| |
 |
|
Mercedes-Benz
Sprinter Jubiläum
Der Transporter Sprinter feiert 15-jähriges
Jubiläum.
|
Mercedes-Benz Sprinter Jubiläum
Von Beginn an ist der Sprinter einer wie keiner:
Kurzhauber, traktionsstarker Hinterradantrieb, zeitlos-moderne
Optik, ein geräumiges Fahrerhaus, eine umfangreiche
Motorenpalette, die ein gleichermaßen kraftvoller
wie sparsamer neuer Direkteinspritzer-Dieselmotor
krönt.
Und als erstes Nutzfahrzeug des Konzerns trägt
er einen Namen statt Kürzel oder Ziffernkombination.
Damit bleibt er freilich nicht lange allein: In
einem beispiellosen Kraftakt starten mit Sprinter
und bald darauf Vito, Vario, Actros und Atego innerhalb
von 36 Monaten komplett neue Transporter und Lkw
in allen Gewichtsklassen. Sie bilden, wenn auch
inzwischen sämtlich grundlegend weiterentwickelt
oder gar völlig erneuert, bis heute das Rückgrat
der Nutzfahrzeuge der Marke Mercedes-Benz.
Der Sprinter marschiert mit dem Start der Produktion
im Januar 1995 aber nicht nur bei dieser großen
Produktoffensive voran, er tritt zugleich in große
Fußstapfen. Denn er folgt auf den Transporter
T1, intern nach seinem ersten Fertigungsstandort
in Norddeutschland auch als „Bremer“
bezeichnet. Dieser Bremer gilt als Musterbeispiel
für Langlebigkeit, Solidität und Verlässlichkeit.
In 18 langen Fertigungsjahren hatte Mercedes-Benz
von dieser Modellreihe mit der markant-eckigen kurzen
Motorhaube annähernd eine Million Exemplare
gefertigt. Mit längs eingebautem Frontmotor
und Antrieb auf die Hinterachse knüpft der
Sprinter an dieses erfolgreiche Konzept an.
Ebenfalls analog zu seinem Vorgänger gibt es
den Sprinter am Beginn seiner Karriere mit vier
Gesamtgewichten von 2,59 bis 4,6 Tonnen. Zu haben
ist er als Kastenwagen, Kombi, Fahrgestell, Pritschenwagen
und Doppelkabine und dies alles jeweils in drei
Radständen, die geschlossenen Varianten zusätzlich
in zwei Dachhöhen. Der besondere Schwerpunkt
des Sprinter liegt dabei bei 3,5 Tonnen Gesamtgewicht,
in zahlreichen europäischen Ländern eine
wesentliche Grenze in puncto Führerschein und
Verkehrsrecht.
Mit drei verschiedenen Motoren geht der Sprinter
an den Start. Im Mittelpunkt des Interesses steht
der OM 602 DELA, ein Turbodiesel-Direkteinspritzer
mit 2,9 Liter Hubraum und fünf Zylindern. Er
erreicht mit seiner Leistung von 90 kW und einem
Drehmomentmaximum von 280 Newtonmetern ein neues
Spitzenniveau für solche Transporter. Verteiler-Einspritzpumpe,
elektronische Regelung und Abgasrückführung
sind die typischen Merkmale dieser Maschine.
Nicht nur hohe Leistung, auch höchste Sicherheit
spielt beim Sprinter eine entscheidende Rolle. Von
Beginn an hat der Sprinter Scheibenbremsen an allen
Rädern. Es gibt das Anti-Blockier-System (ABS)
und ein automatisches Bremsdifferenzial, in vielen
Ländern serienmäßig. Hinzu kommt
der – in Deutschland und vielen anderen Ländern
ebenfalls serienmäßige – Fahrer-Airbag.
Damit setzt der Mercedes-Benz Sprinter wie in vielen
anderen Bereichen neue Maßstäbe in seiner
Kategorie.
Neben der intensiven Weiterentwicklung von konventioneller
Antriebstechnik bringen die Ingenieure in Verbindung
mit dem Sprinter auch alternative Antriebe zur Serienreife.
Bereits ein Jahr nach der Vorstellung des neuen
Transporters gibt es ihn auch in der Variante 308
E Sprint mit Elektroantrieb. Der wassergekühlte
Asynchronmotor mit 40 kW Leistung bezieht seine
Energie aus wartungsfreien Blei-Gel-Batterien. Die
Nennenergie von 29 kWh reicht für eine etwa
65 bis 80 km lange Fahrstrecke.
Mit einer neuen Generation Dieselmotoren, mit neuen
Schaltgetrieben und zahlreichen weiteren Features
kommt der Sprinter schließlich 2009. Er ist
sauberer, sparsamer und leistungsstärker denn
je und erfüllt die Abgasnorm Euro 5. Kennzeichen
der neu konstruierten Vierzylinder OM 651 sind eine
langhubige Auslegung (für besonders gute Durchzugskraft),
reduzierte Verdichtung, hochfester Motorblock aus
Grauguss sowie ein Einspritzdruck von maximal 1800
bar. Ein einstufiger Turbolader mit variabler Geometrie
beatmet die Basisversion mit 70 kW. Die stärkeren
Varianten mit 95 und 120 kW kommen in den Genuss
von zweistufiger Aufladung per Hochdruck- und Niederdruck-Turbolader,
die jeweils mit einem Wastegate-Ventil bestückt
sind. Die weiteren technischen Finessen zur Senkung
der Schadstoffemissionen lauten: größerer
Ladeluftkühler sowie Abgasrückführung.
Im Gegensatz zu den Vierzylindern bleiben die Grundfeste
des Sechszylinders OM 642 erhalten, der für
Euro 5 aber umfassend weiterentwickelt wird. 140
kW liefert der V6-Motor nun in Euro 5 als Spitzenmotorisierung
für den Sprinter. Im Vergleich zu vorher sind
das zwar nur rund drei Prozent mehr Leistung, aber
damit einher geht ein um zehn Prozent erhöhtes
Drehmoment – 440 statt 400 Nm.
Foto: Mercedes-Benz Sprinter 308 E, 1995 |
|
 |
|
 |