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Mercedes-Benz Sprinter 308 E, 1995  

Mercedes-Benz Sprinter Jubiläum

Der Transporter Sprinter feiert 15-jähriges Jubiläum.


Mercedes-Benz Sprinter Jubiläum

Von Beginn an ist der Sprinter einer wie keiner: Kurzhauber, traktionsstarker Hinterradantrieb, zeitlos-moderne Optik, ein geräumiges Fahrerhaus, eine umfangreiche Motorenpalette, die ein gleichermaßen kraftvoller wie sparsamer neuer Direkteinspritzer-Dieselmotor krönt.

Und als erstes Nutzfahrzeug des Konzerns trägt er einen Namen statt Kürzel oder Ziffernkombination. Damit bleibt er freilich nicht lange allein: In einem beispiellosen Kraftakt starten mit Sprinter und bald darauf Vito, Vario, Actros und Atego innerhalb von 36 Monaten komplett neue Transporter und Lkw in allen Gewichtsklassen. Sie bilden, wenn auch inzwischen sämtlich grundlegend weiterentwickelt oder gar völlig erneuert, bis heute das Rückgrat der Nutzfahrzeuge der Marke Mercedes-Benz.

Der Sprinter marschiert mit dem Start der Produktion im Januar 1995 aber nicht nur bei dieser großen Produktoffensive voran, er tritt zugleich in große Fußstapfen. Denn er folgt auf den Transporter T1, intern nach seinem ersten Fertigungsstandort in Norddeutschland auch als „Bremer“ bezeichnet. Dieser Bremer gilt als Musterbeispiel für Langlebigkeit, Solidität und Verlässlichkeit. In 18 langen Fertigungsjahren hatte Mercedes-Benz von dieser Modellreihe mit der markant-eckigen kurzen Motorhaube annähernd eine Million Exemplare gefertigt. Mit längs eingebautem Frontmotor und Antrieb auf die Hinterachse knüpft der Sprinter an dieses erfolgreiche Konzept an.

Ebenfalls analog zu seinem Vorgänger gibt es den Sprinter am Beginn seiner Karriere mit vier Gesamtgewichten von 2,59 bis 4,6 Tonnen. Zu haben ist er als Kastenwagen, Kombi, Fahrgestell, Pritschenwagen und Doppelkabine und dies alles jeweils in drei Radständen, die geschlossenen Varianten zusätzlich in zwei Dachhöhen. Der besondere Schwerpunkt des Sprinter liegt dabei bei 3,5 Tonnen Gesamtgewicht, in zahlreichen europäischen Ländern eine wesentliche Grenze in puncto Führerschein und Verkehrsrecht.

Mit drei verschiedenen Motoren geht der Sprinter an den Start. Im Mittelpunkt des Interesses steht der OM 602 DELA, ein Turbodiesel-Direkteinspritzer mit 2,9 Liter Hubraum und fünf Zylindern. Er erreicht mit seiner Leistung von 90 kW und einem Drehmomentmaximum von 280 Newtonmetern ein neues Spitzenniveau für solche Transporter. Verteiler-Einspritzpumpe, elektronische Regelung und Abgasrückführung sind die typischen Merkmale dieser Maschine.

Nicht nur hohe Leistung, auch höchste Sicherheit spielt beim Sprinter eine entscheidende Rolle. Von Beginn an hat der Sprinter Scheibenbremsen an allen Rädern. Es gibt das Anti-Blockier-System (ABS) und ein automatisches Bremsdifferenzial, in vielen Ländern serienmäßig. Hinzu kommt der – in Deutschland und vielen anderen Ländern ebenfalls serienmäßige – Fahrer-Airbag. Damit setzt der Mercedes-Benz Sprinter wie in vielen anderen Bereichen neue Maßstäbe in seiner Kategorie.

Neben der intensiven Weiterentwicklung von konventioneller Antriebstechnik bringen die Ingenieure in Verbindung mit dem Sprinter auch alternative Antriebe zur Serienreife. Bereits ein Jahr nach der Vorstellung des neuen Transporters gibt es ihn auch in der Variante 308 E Sprint mit Elektroantrieb. Der wassergekühlte Asynchronmotor mit 40 kW Leistung bezieht seine Energie aus wartungsfreien Blei-Gel-Batterien. Die Nennenergie von 29 kWh reicht für eine etwa 65 bis 80 km lange Fahrstrecke.

Mit einer neuen Generation Dieselmotoren, mit neuen Schaltgetrieben und zahlreichen weiteren Features kommt der Sprinter schließlich 2009. Er ist sauberer, sparsamer und leistungsstärker denn je und erfüllt die Abgasnorm Euro 5. Kennzeichen der neu konstruierten Vierzylinder OM 651 sind eine langhubige Auslegung (für besonders gute Durchzugskraft), reduzierte Verdichtung, hochfester Motorblock aus Grauguss sowie ein Einspritzdruck von maximal 1800 bar. Ein einstufiger Turbolader mit variabler Geometrie beatmet die Basisversion mit 70 kW. Die stärkeren Varianten mit 95 und 120 kW kommen in den Genuss von zweistufiger Aufladung per Hochdruck- und Niederdruck-Turbolader, die jeweils mit einem Wastegate-Ventil bestückt sind. Die weiteren technischen Finessen zur Senkung der Schadstoffemissionen lauten: größerer Ladeluftkühler sowie Abgasrückführung.

Im Gegensatz zu den Vierzylindern bleiben die Grundfeste des Sechszylinders OM 642 erhalten, der für Euro 5 aber umfassend weiterentwickelt wird. 140 kW liefert der V6-Motor nun in Euro 5 als Spitzenmotorisierung für den Sprinter. Im Vergleich zu vorher sind das zwar nur rund drei Prozent mehr Leistung, aber damit einher geht ein um zehn Prozent erhöhtes Drehmoment – 440 statt 400 Nm.

Foto: Mercedes-Benz Sprinter 308 E, 1995
 
 
 
 
   
 
   
 
 
 
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