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Lamborghini
Emissions-Reduktion
Lamborghini kündigt Programm zur
CO2-Reduzierung an. |
Lamborghini Emissions-Reduktion
Automobili Lamborghini S.p.A. kündigt die
Umsetzung seines integrierten Umweltprogramms
für Unternehmen und Produkte an. Im einzelnen
umfassen die Pläne zwei Hauptbereiche. So
wird das Unternehmen seine produktionsbedingten
CO2-Emissionen bis zum Jahr 2010 um 30 Prozent
reduzieren. Im Bereiche der Produkte werden die
in Sant’Agata hergestellten Fahrzeuge bis
zum Jahr 2015 um 35 Prozent weniger CO2 emittieren.
Die Emissionsreduktionen setzen somit zum einen
Modifikationen in der Lamborghini-Fabrik und zum
anderen weit reichende Weiterentwicklungen im
Bereich der Fahrzeuge voraus. Um die industriellen
Prozesse der Umwelt- und Nachhaltigkeitsstrategie
anzupassen, hat Lamborghini ein großes Photovoltaikprojekt
in Angriff genommen. Die im Bau befindliche Photovoltaik-Stromerzeugungsanlage
befindet sich auf dem Dach der zentralen Produktionshallen
des Unternehmens am Hauptstandort in Sant’Agata.
Die Anlage wird im Jahr 1.582 Megawattstunden
regenerativer Energie aus der Sonnenenergie erzeugen.
Dies bedeutet eine zwanzigprozentige Reduktion
der CO2-Emissionen (entsprechend 1.067.820 kg
pro Jahr) infolge des verringerten Verbrauchs
an konventionell erzeugtem Strom.
Die Anlage wird eine Gesamtkapazität von
1,4 Megawatt haben und eine Fläche von 17.000
Quadratmeter bedecken. Das System wird von Sinergia
Systemi S.p.A. eingerichtet. Zur gleichen Zeit
wird ein ebenso bedeutsames Energiesparprojekt
abgeschlossen sein: die Wärmedämmung
der Dachkonstruktion der Produktionshallen. Dabei
kommen Luftwärmetauscher zum Einsatz, die
bis 2010 für weitere zehn Prozent Energieersparnis
sorgen werden.
Diese Projekte bilden die zweite Stufe des Nachhaltigkeitsprogramms
bei dem italienischen Traditionsunternehmen. Begonnen
hatte es im vergangenen Jahr mit der Eröffnung
des Lamborghini Logistikzentrums. Das Zentrum
hat bereits zu einer Reduktion der Verkehrsbelastung
durch Lieferverkehr auf den Straßen zwischen
Anzola und Sant’Agata Bolognese beigetragen.
Rechnerisch beträgt die Reduktion über
75 Kilogramm Feinstaub und 750 Kilogramm Stickoxidemissionen.
Im April 2009 hat Lamborghini das UNI EN ISO 14001
Zertifikat erhalten und erfüllt somit die
internationalen Standards für nachhaltiges
Wirtschaften. Automobili Lamborghini ist außerdem
das erste Unternehmen in der italienschen Automobilbranche,
das auf die Registrierung für das Umweltzertifikat
EMAS hoffen darf. EMAS ist ein von der europäischen
Union entwickeltes Instrument zur Verbesserung
der ökologischen Effizienz von Unternehmen.
In Bezug auf die Fahrzeugpalette des Unternehmens,
sehen die Planungen eine weitere Reduktion um
35 Prozent bis zum Jahr 2015 vor. Das Programm
setzte seinen ersten Meilenstein mit dem Lamborghini
Gallardo LP 560-4, der im vergangenen Jahr vorgestellt
wurde. Aus der technischen Weiterentwicklungen
dieses Fahrzeugs resultiert eine CO2 Reduktion
um 18 Prozent. Die künftigen Aktivitäten
im Bereich Forschung und Entwicklung werden sich
auf folgende Bereiche erstrecken: Reduktion des
Fahrzeuggewichts, Verbesserung der Treibstoffverbrennung,
Reduktion von Reibungs- und Rollwiderständen,
Start-Stop-Systeme, Hybrid-Lösungen, Biotreibstoffe.
Diese Größenordnungen belegen Lamborghini´s
Sinn für Umweltverantwortung. Nicht zuletzt
geschieht dies durch die zugrunde liegenden Investitionsvolumina.
In den nächsten fünf Jahren wird der
umweltbezogene Investitionsumfang 35 Millionen
Euro umfassen.
Stephan Winkelmann, Präsident und CEO von
Automobili Lamborghini S.p.A. kommentiert: „Trotz
der schwierigen Lage der Weltwirtschaft rückt
Lamborghini von seiner ehrgeizigen Umweltstrategie
in keinster Weise ab. Die sich daraus ergebenden
Möglichkeiten sind kaum zu überschätzen.
Unsere Ziele sind Teil eines integrierten Ansatzes
zur Schonung von Umwelt und Ressourcen. Dabei
beachten wir zum einen die zusehends gesteigerte
Umweltverträglichkeit des Automobils sowie
weit reichende Modifikationen unserer Produktionsanlagen.
Dies ist ein wichtiger Schritt für Lamborghini
mit zentraler Bedeutung für unsere langfristige
Produkt- und Unternehmensentwicklung.“
Der Europaparlamentarier Guido Sacconi, Präsident
der Kommission für Klimawandel im Europaparlament,
stattete vor kurzem dem Hauptsitz von Automobili
Lamborghini in Sant’Agata Bolognese einen
Besuch ab. Er konstatierte: „Die Verpflichtung
von Lamborghini zur Reduktion der Umwelteinflüsse
und zur Entwicklung von belastungsreduzierten
Sportwagen bestätigen das Ziel des Unternehmens,
sich im Einklang mit den Umweltdirektiven der
EU zu entwickeln. Um die DNA, die Tradition und
die Technologie von Nischenherstellern auf europäischer
Ebene zu schützen, wurden eine Reihe von
Ausnahmeregelungen für Spezialitätenhersteller
erlassen. Als solche gelten Produzenten mit einem
Produktionsvolumen von unter 10.000 Einheiten
pro Jahr, die ihre eigenen Design- und Entwicklungscenter
betreiben sowie eigene Produktionsanlagen haben,
auch wenn sie Teil einer größeren Unternehmensgruppe
sein sollten. Dies beschreibt genau die Situation
von Lamborghini. Wir sind in höchster Weise
mit den hier bislang ergriffenen Maßnahmen
zufrieden. Sie sind der Beweis, dass das Unternehmen
eine neue industrielle Vision verinnerlicht hat,
Wettbewerbsfähigkeit und Leistung mit sozialer
Verantwortung zu vereinen.“
Das Endprojekt wurde nach einem Entwicklungsdesign
konzipiert, welches auf einer vorläufigen
Studie des spanischen Zentrums für erneuerbare
Energien basierte. Diese Studie umfasste eine
breite Machbarkeitsstudie und Größenbewertung
des Projektes.
Foto: Lamborghini Abgas-Prüfstand mit Klimakammer
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